Wir unterstützen den folgenden Bündnisaufruf:
Der 1. Mai ist der Tag, an dem weltweit für soziale Rechte protestiert wird. Ein Tag, an dem ihre Forderungen auf die Straße bringen und die ungleiche Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums anprangern. Dies wollten wir auch 2021 in Hamburg tun.
Während kleinere, gewerkschaftliche Kundgebungen stattfinden konnten, hat die Versammlungsbehörde alle weiteren Kundgebungen der gesellschaftlichen und außerparlamentarischen Linken verboten. Und die Polizei Hamburg hat mit größten Einsatz gegen Protestierende seit dem G20-Gipfel diese Verbote rücksichtslos gesetzt. Wir wurden geschlagen und mit Wasserwerfern attackiert, Menschen wurden drangsaliert und stundenlang festgehalten.
Die Corona-Eindämmungsverordnung hat für dieses maßlose Polizeimanöver nur den Vorwand geliefert. Dabei ist klar, dass Infektionsschutz und Versammlungsfreiheit sich nicht ausschließen. Alle Kundgebungen hatten vorbildliche Hygienekonzepte. Masken und Abstand sind auf linken Veranstaltungen eine Selbstverständlichkeit, für die wir keine polizeilichen Anordnungen benötigen. Wir wehren uns gegen den verantwortungslosen Egoismus der Querdenker und stehen für Solidarität sowie Infektionsschutz für alle. Wirksame Maßnahmen gegen Covid-19 würden nicht nur unser Privatleben, sondern endlich auch die großen Firmen einschränken, damit der Dauerlockdown ein Ende hat.
Dieses autoritäre Vorgehen von Senat und Polizei nehmen wir nicht hin. Der soziale Protest in Hamburg lässt sich nicht verbieten. Wir kommen wieder und tragen unsere sozialen Forderungen auf die Straße.
Der Angriff vom 1. Mai galt allen linken Gruppen in Hamburg – wir werden ihn daher gemeinsam abwehren und für umfassende, infektionsschutzkonforme Versammlungsfreiheit streiten.
Wir haben mehrere Versammlungen zu jeweils 200 Teilnehmenden angemeldet und werden dabei erprobte Hygienekonzepte nutzen.
Kommt zu den Kundgebungen in der Innenstadt und rund um die Alster:
Donnerstag, 13. Mai (Himmelfahrt), 14 Uhr
Angemeldete Kundgebungsorte:
Der Aufruf wird bisher unterstützt von:
- Assoziation A, Hamburg
- Aufstehen gegen Rassismus Hamburg
- Chico Mendes Hamburg
- DIE LINKE Hamburg
- Extinction Rebellion Hamburg
- Extinction Rebellion Hamburg-West
- Fachschaftsrat Rechtswissenschaft der UHH
- Flüchtlingsrat Hamburg
- Föderation Demokratischer Arbeitervereine DIDF Hamburg
- grow
- housing.for.all.hamburg
- Internationaler Jugendverein Hamburg
- Interventionistische Linke Hamburg
- kollektiv altavoz
- Kollektiver Unfug
- Kritische Jurastudierende Hamburg
- Marxistische Organisation Offensiv
- Migrantinnen Bund GKB Hamburg
- Perspektive Solidarität Hamburg
- Plenum der Roten Flora
- Seebrücke Hamburg
- Solidarisch in Barmbek
- Solidarisch Kämpfen Hamburg
- St. Pauli Selbermachen
- Streikbündnis 8. Mai
- ver.di Jugend Hamburg
- Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen, Regionalgruppe Hamburg
- Wilder Wald bleibt!
- Wilhelmsburg Solidarisch
- Wutzrock
- ZeroCovid HH

