Kritik an unserm Umgang mit Isolierungsmaßnahmen

Isolierung ist schon immer ein Herrschaftsmittel und Herrschaftsinstrument gewesen, egal ob gegen Kranke (Pest, Lepra, Corona) oder gegen Auf- und Widerständige.

Genauso ist es jetzt in der Pandemie eingesetzt worden und wir haben uns gebeugt und den Maßnahmen entsprochen. Aus Angst, zum Schutz gegen Infektionen, aus Solidarität.

Real war und ist, dass Grundrechte unverhältnismäßig beschnitten und beschränkt wurden, Verordnungen und Infektionsschutzgesetze erlassen wurden, um unser Leben weitestgehend zu beeinträchtigen und uns voneinander zu isolieren.

Unsere öffentlichen Widerstandsformen, Demos, Kundgebungen usw. wurden verboten oder dermaßen eingegrenzt, dass alles zur Farce wurde, marginalisiert bis zur Unkenntlichkeit. Ohnmacht bis zur Lächerlichkeit.

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Der Umgang mit Konflikten in unseren Strukturen: Konsenskultur als Lösung

Den nachfolgenden Texten haben wir im Rahmen einer Veranstaltung vorgetragen.

1. Kritik am Umgang untereinander

Die Kritik am Umgang untereinander innerhalb des undogmatischen Teils der radikalen Linken ist nicht neu. Diese Kritik ist nach mindestens fünf Jahrzehnten (!) leider teilweise immer noch aktuell. Das lässt darauf schließen, dass sich wohl an entscheidenden Punkten noch nichts geändert hat.

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Einladung für eine live- und online-Diskussion zu Konsenskultur

Am Montag, 21. Juni 2021, 19:00 Uhr Konsens
live in der Hafen-Vokü
und online

Konsenskultur ist ein wesentliches Element für solidarische Gesellschaftsstrukturen.

Konsenskultur ist umfassender als das Konsensprinzip. Es ist eine Haltung, die sich um Empathie, gegenseitige Wertschätzung, Offenheit und Achtung bemüht. Es ist eine Hal­tung, die Andersartigkeit als Bereicherung begreift.

Konsenskultur zu lernen und zu pflegen ist wesentlich zur Herstellung von angstfreier Kommunikation und damit zur Erarbeitung von solidarischen Strukturen. Konsenskultur lässt sich nicht auf Knopfdruck herstellen. Auch wir in der linken Szene sind alle von der herrschenden Konkurrenzkultur geprägt. Wenn wir uns den kommunikativen Umgang untereinander bewusst machen, können wir uns eine neue Kommunikationsgrundlage erarbeiten. Diese ermöglicht es uns, einen gesellschaftlichen Gegenentwurf zu leben und weiter zu entwickeln.

Wir stellen unsere Überlegungen zur Entwicklung einer Konsenskultur vor, beziehen uns da­bei auf einen Text von Joris Kern*, mit anschließender offener Diskussion.

Wir wollen drüber reden,
damit wir uns das besser vorstellen können,
weil es nur gehen kann,
wenn wir es uns vorstellen können.

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Zero-Covid Actionday

Wir als Gruppe Perspektive Solidarität unterstützen den Aufruf von Zero-Covid „Drei Wochen bezahlte Pause statt dritter Welle“ und rufen mit zum Aktionstag am 10.04. auf.

Angesichts der Unfähigkeit der Herrschenden die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen und zu beenden, angesichts der sich widersprechenden Maßnahmen, die fast ausschließlich die Disziplin der erschöpften Bevölkerung betreffen aber nicht die Profite der Unternehmen und Konzerne, ist es existenziell, jetzt alles für drei Wochen runterzufahren, was nicht lebensnotwendig ist.

Wir brauchen einen Lockdown, der endlich auch die Wirtschaft in den Fokus nimmt.
Wir brauchen eine solidarische Haltung der Bevölkerung untereinander.